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Die Bedeutung der Heuqualität für Pferde: Fütterung, Gesundheit und Wohlbefinden

Heuqualität

Die richtige Fütterung von Pferden ist entscheidend für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden. Heu spielt dabei eine zentrale Rolle, da es die Hauptnahrungsquelle des Pferdes darstellt, die für die Darmgesundheit unerlässlich ist. In diesem Blogartikel werden wir die verschiedenen Aspekte der Heuqualität und deren Auswirkungen auf die Gesundheit der Pferde, insbesondere auf den Darm, die Haut und die Atemwege, beleuchten. Dabei gehen wir auch auf spezielle Fütterungsformen wie Heucobs ein und geben Tipps , worauf man achten sollte, wenn man Heu mit guter Qualität für Pferde kaufen möchte.


Warum Heu von guter Qualität für Pferde so wichtig ist


Hochwertiges Heu ist die Grundlage für ein gesundes Pferd und die Basis der Pferdefütterung. Pferde besitzen ein spezialisiertes Verdauungssystem, das ihnen ermöglicht, Energie aus unverdaulichen Pflanzenfasern (Rohfaser) zu gewinnen. Diese Fähigkeit erlaubt es ihnen, sich von einer Vielzahl an Pflanzen zu ernähren, die die Natur im natürlichen Lebensraum der Pferde anbietet. Dazu gehören natürlich vor allem Gräser, aber auch Hölzer, Wurzeln, Kräuter, Früchte und Blätter – je nach Angebot. Da die meisten Pferde heutzutage nicht auf großen Flächen gehalten werden, wird das abgemähte Gras getrocknet und als Heu verfüttert.

Pferde brauchen einen hohen Rohfasergehalt

Rohfasern sind die Hauptnahrungsquelle des Pferdes und die Verdauung der Pferde ist darauf spezialisiert, große Massen an oft schwerverdaulichen Pflanzenfasern zu verdauen. Dies sind vor allem Cellulose, Hemicellulose, Pektin und Lignin. Man nennt sie auch Strukturkohlenhydrate, die für die Formgebung von Pflanzen- und Pflanzenzellen verantwortlich sind. Lignin stellt hier nochmals eine Sonderform dar, es wird während der Verholzung in die Pflanzenzellen eingelagert und ist schwerer verdaulich. Rohfasern werden vom Pferd im Dickdarm verdaut – fermentiert. Gutes Heu ist daher für die Versorgung mit diesen essenziellen Nährstoffen unverzichtbar.

Pferde und ihr einzigartiges Verdauungssystem

Die gesamte Pferdefütterung basiert darauf, dass Pferde in ihrem Dickdarm in der Lage sind, unverdauliche Pflanzenfasern mit Hilfe von unzähligen Mikroorganismen aufzuschließen und als Energielieferanten zu nutzen. Im Gegensatz zu Menschen gewinnen Pferde aus dieser Form der Nahrungsumsetzung ihre Lebensenergie. Der Hauptort der Verdauung, die Gärkammer des Pferdes, ist dabei der Blinddarm. Hier zersetzen Abermillionen an Mikroorganismus die Rohfaser in ihre Einzelteile. So auch flüchtige Fettsäuren, die zur Energiegewinnung bereitstehen. Der Prozess kann bis zu 72 Stunden dauern und das ‚eingelagerte Heu‘ dient dem Pferd zudem als Flüssigkeitsspeicher. Sogar Elektrolyte sind im Dickdarm zu einem kleinen Anteil gespeichert.

Unterschiedliche Anforderungen an Heuqualität

Verschiedene Pferde haben unterschiedliche Anforderungen an die Heuqualität. Zum Beispiel benötigen Sportpferde Heu mit einem höheren Energiegehalt, während Freizeitpferde oft mit strukturreicherem Heu besser zurechtkommen. Der Gehalt an Gerüstsubstanzen und der Zuckergehalt im Heu sind wichtige Faktoren. Pferde mit Stoffwechselproblemen wie EMS (Equines Metabolisches Syndrom) oder PSSM (Polysaccharid-Speicher-Myopathie) benötigen Heu mit einem niedrigen Zuckergehalt. Das grobe, zuckerarme Heu hat nicht nur weniger Kalorien, sondern das Pferd muss auch mehr Energie aufwenden, um es zu verdauen. Eine Analyse des Heus kann hier Aufschluss über die genauen Nährstoffgehalte geben und die Auswahl des passenden Heus erleichtern.


Wieviel Heu braucht dein Pferd - der Rohfaserbedarf deines Pferdes


Eine viel diskutierte Frage im Zusammenhang mit Heufütterung beim Pferd ist der tatsächliche Bedarf. Das Pferd hat einen natürlichen Rohfaserbedarf, der wiederum von Heu zu Heu variiert, weil eben nicht jedes Heu gleich ist. Dieser Grundbedarf und das natürliche Fressverhalten des Pferdes – 16 Stunden fressen und sich dabei fortbewegen – geben vor, wie man Heu füttern muss, um das Pferd gesund zu halten.

Der Bedarf richtet sich nach dem Verbrauch und hier haben auch mehrere Faktoren so z. B. die Außentemperatur großen Einfluss, wieviel Heu das Pferd benötigt, um sich warm zu halten. Die Faustregel besagt, ein Pferd benötigt 20 bis 30g Rohfaser bei freiem Angebot. Dies entspricht 1,5kg bis 3kg Heu pro 100kg Körpergewicht. Dabei ist auch die durchgängige Futteraufnahme, ohne lange Fresspausen zu beachten. Der Körper des Pferdes ist biologisch so ‚konstruiert‘, dass er dauerhaft, ca. 16h am Tag frisst, um seine Funktionen gesund zu halten.

Diese Versorgung mit Rohfaser erfolgt hauptsächlich über die Fütterung von Raufutter wie Heu und Gras, aber auch Stroh. Der Rohfasergehalt kann von Heuqualität zu Heuqualität stark variieren. Auch der Anteil an verdaulichen Fasern ist wichtig zu bestimmen, dies hat eine Auswirkung auf den kalorischen Wert, den Nährwert und auch wie gerne das Heu gefressen wird.


Gesundheitliche Auswirkungen der Heufütterung


Heufütterung und Magen-/Darmgesundheit

Eine konstante, pferdegerechte Fütterung von qualitativ hoher Heuqualität sorgt dafür, dass der gesamte Verdauungstrakt des Pferdes gesund bleibt. Besonders wichtig ist hierbei die gleichmäßige Zufuhr von Heu über den Tag verteilt, um eine kontinuierliche Fermentation im Dickdarm zu gewährleisten. Pferde sind Dickdarmfermentierer, das bedeutet, dass ihre Verdauung stark von der kontinuierlichen Aufnahme von Rohfaser abhängt. Heu ist die wichtigste Futterquelle für diese Faser. Sie liefern dem Pferd die notwendige Energie, sorgen für ausreichend Darmbewegungen, beugen somit Verstopfungen und Koliken vor und spielen eine wichtige Rolle im Management des Flüssigkeitshaushaltes des Pferdes.

Auch der Magen des Pferdes ist auf die kontinuierliche Raufutterversorgung angewiesen. Durch hohe Anzahl an Kauschlägen beim Fressen von Heu produziert das Pferd ausreichend Speichel, um die Magensäure zu puffern. Dies ist besonders wichtig, da Pferde einen kleinen Magen haben, der ständig befüllt werden muss. Er produziert dabei kontinuierlich Magensäure und ausreichend Speichel trägt dazu bei, das Risiko von Magengeschwüren zu verringern. Auch dient der Nahrungsbrei im Magen als Puffer. Darüber hinaus fördert das gründliche Kauen die mechanische Zerkleinerung des Futters, was die Effizienz der Verdauung verbessert.

Auswirkungen auf die Atemwege

Staubiges oder schimmeliges Heu kann bei Pferden die Gefahr von Husten, Erkrankungen und andere Atemwegsprobleme auslösen. Eine Großzahl der Atemwegsprobleme sind Folgen von unzureichender Raufutterqualität und sie können rasch chronisch werden, wenn die Ursache nicht behoben wird. Um dies zu vermeiden, sollte man immer hochwertiges, staubfreies Heu füttern. Die Behandlung von hygienisch mangelhaftem Heu mit Wasser und Dampf ist nicht ausreichend, um daraus ein qualitativ gutes Heu zu machen. In der Not kann man auf Heucobs als Ersatz zurückgreifen.

Haut- und Fellgesundheit

Die Qualität des Heus hat auch einen Einfluss auf die Haut- und Fellgesundheit der Pferde. Zudem liefert hochwertiges Heu essenzielle Nährstoffe, die zu einem gesunden Fell beitragen. Pferde reagieren sehr empfindlich auf Toxine, diese belasten den Stoffwechsel und die Darmschleimhäute. Schimmel und Verunreinigungen im Heu können in Folge Hautirritationen, Atemwegserkrankungen, Durchfall, KotwasserHufrehe und Allergien auslösen.


Heufütterung und Übergewicht


Um Pferde mit geringem Kalorienbedarf zu managen, ist es wichtig, das richtige Raufutter zu füttern, denn dein Pferd kannst du nicht einfach so auf Diät setzen. Viel wichtiger als Heu mit der Waage aufs Gramm abzuwiegen, ist sich mit der Qualität des Heus auseinanderzusetzen und genau Bescheid zu wissen, ob das Futtermittel überhaupt für das Pferd geeignet ist. Ein Pferd mit Übergewicht nimmt ab, wenn der Kalorienbedarf erhöht wird und die Kalorienzufuhr verringert wird. Also mehr Bewegung und kalorienärmeres Futter, was nicht gleichzusetzen ist mit weniger Heu. Da du dein Pferd nicht so einfach in seinem Rohfaserbedarf stark beschränken kannst und die Fresszeiten grob verringern kannst, musst du das Heu so auswählen, dass es dem Bedürfnis deines Pferdes entspricht. Es soll vor allem einen niedrigen Zucker- und Fruktangehalt haben und einen hohen Rohfaser- und Kräuteranteil haben. Es kann auch hilfreich sein, ein Heu auszuwählen, das einen höheren ADF Anteil hat. Alle diese Informationen bekommst du über eine Heuanalyse. Zusätzlich spielt die Fütterungspraxis eine Rolle, in diesem Artikel zum Thema "Abnehmen aber richtig" erfährst du mehr darüber.


Heucobs als Ergänzung


Heucobs sind gepresste Heupellets, die vor dem Verfüttern eingeweicht werden. Sie können eine wertvolle Möglichkeit zur Ergänzung sein, wenn ein Pferd Schwierigkeiten beim Kauen hat, beispielsweise aufgrund von Zahnproblemen oder altersbedingten Kauproblemen. Auch in Situationen, in denen hochwertiges Heu nicht verfügbar ist, können Heucobs eine nützliche Notalternative darstellen. Sie sind nahezu staubfrei und minimieren das Risiko von Heustauballergien und Atemwegserkrankungen. Jedoch sollten Heucobs für gesunde Pferde nicht als vollständiger Ersatz für Heu dienen, da sie die kontinuierliche Beschäftigung des Pferdes mit dem Futter und die damit verbundene Speichelproduktion nicht im gleichen Maße fördern. Darüber hinaus fehlen die Faseranteile, die die Darmbewegung unterstützen und die sogenannte ‚Besenfunktion‘ der Darmschleimhaut übernehmen.


Heu für Pferde kaufen: Worauf sollte man achten?


Der Kauf von Heu für Pferde ist ein entscheidender Schritt, um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere zu gewährleisten. Hochwertiges Heu ist die Grundlage für eine ausgewogene Pferdefütterung, da es die notwendige Rohfaser und wichtige Nährstoffe liefert. Der Heukauf stellt Pferdebesitzer und Stallbetreiber immer wieder vor eine schwierige Aufgabe. Doch wie erkennt man gute Heuqualität, wie gelingt die Bewertung und worauf sollte man beim Kauf achten?


Praxistipps zum Heueinkauf und wichtige Antworten

Beim Kauf von Heu für Pferde sollten die oben besprochenen hygienischen Qualitätsmerkmale beachtet werden. Mit diesen Praxistipps kannst du dir helfen:

·       Suche dir langfristige Heuproduzenten und arbeite mit diesen auf Augenhöhe

·       Bitte den Heubauern dir die Wiesen zu zeigen, wo das Heu geerntet wird.

·       Schau dir an, wo und wie das Heu gelagert wird – Lagerung ist ein wichtiger Faktor für die langfristige Futterqualität

·       Kaufst du beim Händler, verlange einen Herkunftsnachweis und Analyse des gelieferten Heus, setze auch hier auf langfristige Partnerschaften.

·       Überlege dir vorher genau, was dein Pferd wirklich für Heu benötigt und suche nach diesen Kriterien (erster Schnitt, zweiter Schnitt)

·       Die Analyse muss vor allem Zucker-, Fruktangehalte und hygienische Qualität aufweisen. Andere Werte sind auch wichtig, doch diese sind am wichtigsten.

·       Wende beim Kauf die sensorische Prüfung an und lasse dich im Zweifelsfall gerne von einer erfahrenen Person begleiten.

·       Besuche Fortbildungen zum Thema Heu und Landwirtschaft, diese werden von den Landwirtschaftsverbänden und privaten Experten angeboten.

 

Bezugsquellen

Heu für Pferde kann direkt beim Landwirt, im Fachhandel oder online gekauft werden. Beim Kauf ist es ratsam, sich die Lagerbedingungen und die Qualität des Heus vor Ort anzusehen. Onlinehändler bieten oft detaillierte Produktbeschreibungen und Kundenbewertungen, die bei der Auswahl helfen können.