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Wasserbedarf Pferd

 

Die Nahrung unserer Pferde besteht aus sechs wesentlichen Komponenten: Kohlehydrate, Proteine, Fett, Vitamine, Mineralstoffe und Wasser. Von allen ist Wasser das wichtigste Element und wird sehr gerne vernachlässigt. Wasserbedarf beim Pferd und Qualität spielen eine wesentliche Rolle für die Gesunderhaltung des Pferdes. Das Pferd nimmt 2-3 Mal so viel Wasser zu sich wie Futter. Immerhin besteht der Körper eines erwachsenen Pferdes zu 62-68 % aus Wasser. Bei einem Fohlen in den ersten Lebenswochen sogar zu 71 %.

Daraus lässt sich leicht ableiten, dass die Versorgung mit ausreichend und qualitativ hochwertigem Trinkwasser für Pferde unerlässlich ist. Ohne ausreichend Flüssigkeit im Körper funktionieren Verdauung und Stoffwechsel des Pferdes nicht. Das Pferd ist ein Geschöpf der Wald- und Grassteppe, das durchaus biologisch mit trockenen Lebensbedingungen umgehen kann. Das wiederum bedeutet, dass auch die Art der Fütterung einen wesentlichen Einfluss auf den Wasserbedarf des Pferdes nimmt.

Wasserbedarf – das sollte ich wissen

–    Ein ausgewachsenes Pferd besteht zu 65 % aus Wasser.

–    Ein Flüssigkeitsverlust von 15 % kann für ein Pferd fatal sein (das sind 95 l für ein 500 kg schweres Pferd).

–    Die Fütterung beeinflusst den Wasserhaushalt.

–    Ein 500 kg schweres Pferd setzt durchschnittlich 25,8 l Wasser über den Kot ab.

–    Ein 500 kg schweres Pferd setzt durchschnittlich 5,36 l Wasser über Urin ab.

–    Wasserbedarf beim Pferd ist im Durchschnitt (500 kg Pferd) 5 l pro 100 kg Körpergewicht, schwankend nach Arbeit und Außentemperatur auch bis zu 15l/100kg Körpergewicht

–    Trainingsbelastung kann den Wasserbedarf beim Pferd um 20 bis 300 % steigern!

Wasserbedarf beim Pferd: die Qualität

Im Idealfall wird der Wasserbedarf für Pferde aus der Trinkwasserleitung gedeckt und ist daher hygienisch einwandfrei. Werden Pferde mit Brunnenwasser versorgt, ist es notwendig dieses regelmäßig auf Verunreinigungen im Labor untersuchen zu lassen. Gesundheitsprobleme können auch mit einer mangelhaften Wasserqualität in Zusammenhang stehen. Keime oder Verschmutzungen durch Düngung sind keine Seltenheit. Ein Nitratschnelltest aus der Aquaristik bringt oft Licht ins Dunkle, wenn der Verdacht auch Verunreinigungen durch Nitrat (besteht). Generell ist es keine schlechte Idee sein Wasser auch auf die enthaltenen Mengen- und Spurenelemente hin untersuchen zu lassen (z.B. Calcium, Eisen etc.). Da der Wasserbedarf beim Pferd sehr groß ist, hat dies auch einen Einfluss auf seinen Mineralstoffhaushalt (das Thema Mineralstoffe werde ich in eigenem eigenen Beitrag behandeln).

Tränken und Tränkbottiche müssen reingehalten werden und bestehen im Idealfall aus lebensmittelechten Materialien. Besonders gefährlich sind Verunreinigungen durch sogenannte Cyanobakterien auch Blaualgen genannt. Diese setzen Toxine ab, die zu Vergiftungen führen können. Sie können sichtbar sein oder durch unangenehmen Schimmelgeruch auffallen. Solche Behältnisse müssen unbedingt ausgewechselt oder gereinigt und desinfiziert werden.

Achtung bei chloriertem Wasser!

Chloriertes Wasser ist problematisch, da Chlor nicht nur Keime, sondern auch die für das Pferd wichtigen guten Darmbakterien umbringt. Werden die Tränken über chloriertes Wasser versorgt, lohnt sich der Einbau eines preiswerten Aktivkohlefilters. Diese Filter gibt es übrigens auch in handlichen Formaten, sodass man sie auf Turniere mitnehmen kann – für jene interessant, die viel unterwegs sind. Ausschwemmungen von Dunglagerstätten oder Verunreinigungen der Quelle nach Unwetter können negative Auswirkungen auf die Wasserqualität eines Hausbrunnens haben.

Wasserqualität kontrollieren

–    Brunnenwasser unbedingt 1x im Jahr vom Labor überprüfen lassen

–    Bei Reisen auf die Wasserqualität achten

–    Tränken und Tränkbehältnis reinhalten

Wasserbedarf beim Pferd: Aufnahme & Verlust

Der Wasserbedarf beim Pferd ist ein Bestandteil der Zellen, des Blutes, des Harns, der Verdauungssäfte sowie von Schweiß und erfüllt somit sehr verschiedene Funktionen im Körper. Der Wasserbedarf beim Pferd wird über Nahrung, Trinken, Milch bei Saugfohlen und Stoffwechselprozesse auf. Interessant ist auch, dass das Wasser im Magen über die sog. Magenstraße (eine Art Rinne) direkt in den Dünndarm gelangt. Somit füllen größere Mengen an Wasser nicht den Magen, sondern landen direkt im Dünndarm. Werden während einer Mahlzeit sehr große Wassermengen aufgenommen, kann etwas vom Mageninhalt in den Dünndarm mit geschwemmt werden und dort Verdauungsstörungen verursachen. Abgegeben wird Wasser über Kot, Schweiß, Urin, Atemluft und Milch bei säugenden Stuten.

Die benötigte Wasserbedarf beim Pferd wird von unterschiedlichen Faktoren bestimmt, im Wesentlichen vom Körpergewicht des Pferdes, dem Trockensubstanzgehalt des Futters, sowie von der Außentemperatur und dem Arbeitseinsatz des Pferdes.

Ein wichtiger Aspekt ist, dass die Fütterungsweise einen wesentlichen Einfluss auf den Wasserbedarf des Pferdes hat. So enthält junges Weidegras 75% – 80% Wasser. Weidende Pferde nehmen somit bereits sehr viel Wasser mit dem Futter auf (vorausgesetzt das Gras ist saftig). Dies entspricht dem natürlichen Lebensraum der Gras- und Waldsteppe, wo die Pferde einmal täglich oder sogar nur jeden zweiten Tag eine Wasserstelle aufsuchen – je nach Begebenheit. Das Grünfutter versorgt sie mit seinem hohen Wassergehalt. Heu enthält diese Feuchte nicht, weswegen wir Pferden bei Heufütterung immer eine frische Wasserquelle zur Verfügung stellen müssen, um dies auszugleichen.

Die meiste Feuchte wird über den Kot abgegeben (unter normalen Temperaturbedingungen bei leichter täglicher Arbeit 51%, über Urin gehen ca. 18% ab und der Rest über Schweiß und Atemluft.  Steigt die Außentemperatur von 15C°auf 20C°, erhöht sich der Wasserbedarf bereits um 15-20 %. Je nach Arbeitsbelastung und Außentemperatur kann der Wasserbedarf sogar um 300 % ansteigen.

Fütterung & Wasserbedarf beim Pferd    

Wissenswert:

–    Die Fütterungsweise hat Einfluss auf den Wasserhaushalt und das Trinkverhalten.

–    Viel Raufutter hilft die Wasserspeicher des Pferdes zu füllen und optimiert die Elektrolyteversorgung.

–    Elektrolyte sind mitbestimmend im Trinkverhalten.

–    Zu viel Protein in der Fütterung steigert den Wasserbedarf beim Pferd und kann die Nieren belasten

–    Mit der richtigen Fütterungsstrategie bleibt das Pferd besser hydriert.

Was und wie wir füttern, hat einen wesentlichen Einfluss auf den Flüssigkeitshaushalt des Pferdes. Wer sein Pferd mit der richtigen Strategie füttert, kann dafür sorgen, dass es Hitze und auch Anstrengungen in Hitze besser gewachsen ist. Dies ist nicht nur wichtig, wenn wir mit unseren Pferden im Hochsommer sportlich aktiv sind. Die Hitze macht auch Freizeit- und Weidepferden zu schaffen. Koliken, Kreislaufprobleme und Lustlosigkeit können damit in Zusammenhang stehen. Gut hydrierte Pferde verkraften Hitze besser.

Die Flüssigkeitsaufnahme steht mit der Aufnahme von Trockensubstanz in direktem Zusammenhang. So ist der Kot von Pferden, die viel Getreide gefüttert bekommen deutlich trockener (34% Trockensubstanz im Kot) als der von Pferden, die rein mit Heu ernährt werden (15-28% Trockensubstanz). Pferde, die eine heubasierte Diät bekommen trinken 12 bis 61% mehr als Pferde, die eine Heu-Getreide Ration erhalten.

Eine Studie an Vollblütern zeigte auf, dass Pferde, die ausschließlich Heucobs gefüttert bekamen um 26% mehr Wasser tranken als die Versuchsgruppe, die eine 40:60 Getreide: Heu Ration erhalten haben. Jene Vollblüter, die 50% Getreide und 50% Heu erhalten haben, tranken signifikant weniger als Pferde, die 35% Getreide und 65% Heu erhalten haben. Es zeigt sich hier, dass der Wasserbedarf beim Pferd mit der Raufuttergabe stieg, was mit dem hohen Rohfaseranteil zusammenhängt. Je höher der Getreideanteil, umso weniger der Rohfaseranteil und umso mehr sinkt der Wasserbedarf beim Pferd.

Wichtig: Der Wasserspeicher braucht Rohfaser

Ein Teil des Pferdedarms, genauer des Dickdarms fungiert als Wasserspeicher des Pferdes – das kleine Kolon. Wenn auch 90% des Wassers bereits vom Körper aufgenommen wurden, bevor es in diesen Darmabschnitt gelangt, steht dem Pferd im kleinen Kolon immer noch ein beachtliches Wasserreservoir zur Verfügung. Aktuelle Studien zeigen, dass vor allem durch die Fütterung von sogenannten ‚Super-Rohfasern‘ wie Heu und auch Pektin (z.B. Zuckerrübenschnitzel – bestehen großteils aus Pektin und sind in der entmelassierten Variante sehr hilfreich) dieser Speicher  noch deutlich mehr Flüssigkeit halten kann.  Da sich der Verdauungsprozess von Rohfaser über mehrere Tage hinzieht, muss der Speicher rechtzeitig befüllt werden (z. B. vor einem Wettkampf) und auch laufend ‚nachgefüllt‘ werden.

Proteine und der Wasserbedarf beim Pferd 

Auch der Proteingehalt in der Futterration haben Auswirkungen auf den Wasserbedarf beim Pferd. Stimmt die Proteinbilanz in der Ration nicht, muss überschüssiges Protein vom Körper zu Ammoniak und im Weiteren zu Harnstoff abgebaut und über die Nieren ausgeschieden werden. Allerdings kann nur eine begrenzte Menge an Harnstoff und Salzen konzentriert werden und somit brauchen Pferde, die eine zu proteinreiche Kost bekommen mehr Wasser und sie setzen in Folge mehr Harn ab. Ein Überschuss an Protein stellt daher auch eine größere Belastung für Leber und Niere dar. Ein weiterer Nebeneffekt ist, dass durch Proteinstoffwechsel 3-6mal so viel Hitze produziert wird, als beispielsweise bei der Verstoffwechselung von Kohlehydraten oder Fett anfällt. Hitze, die wir in unseren Pferden bei heißen Sommertemperaturen nicht wollen. Da wir allerdings in der heutigen Fütterung Defizite an den essenziellen Aminosäuren, den Proteinbausteinen vorfinden, ist es wichtig, die Ration genau an die Aktivitäten des Pferdes anzupassen und zB direkt essenzielle Aminosäuren zuzufüttern.

Wasserbedarf beim Pferd & Hitze

Das Pferd passt sich seiner Umgebungstemperatur an und die aufgenommene Wassermenge ist ein Teil dieses Anpassungsprozesses. Bei Temperaturen unter -8° C sinkt der Wasserbedarf beim Pferd um 6-14% und steigt bei Hitze (15% bis 300% je nach Außentemperatur und Belastung) signifikant an. Der Flüssigkeitsverlust über Schweiß fällt vor allem bei einer Langzeitbelastung ins Gewicht. Ein trainiertes Pferd verliert weniger Flüssigkeit als ein untrainiertes. Es gibt Pferderassen, die mit Hitze besser zurechtkommen und solche, für die bereits bei ein Wasserverlust von 12-15% kritisch sein kann (betroffen sind vor allem v. a. schwere Pferde mit viel Muskelmasse).

Zur Veranschaulichung: Ein Warmblut mit 500 kg verliert bei Trabarbeit bei 27° C Umgebungstemperatur und einer Geschwindigkeit von 3.5m/s 10-12l Wasser/Stunde.  Durch den Schweiß gibt der Körper aber nicht nur Wasser ab, sondern auch viele Elektrolyte und Spurenelemente. Unser Warmblut verliert in seiner Trabeinheit 50-90g NaCl (Salz) allein über Schweiß. Somit ist die ausreichende Versorgung mit Elektrolyten und vor allem Salz wichtig für Pferde, die viel Schwitzen bzw. bei Hitze Leistung erbringen müssen.

Hier spielt wiederum die Fütterung eine wichtige Rolle. 15-20% des Gesamtkörpernatriums, 17% des -chlorids und 10% des -kaliums befinden sich im Verdauungstrakt des Pferdes und stehen in direktem Zusammenhang mit dem Wassergehalt im Verdauungstrakt. Dieser ist wiederum davon abhängig, wie viel lösliche Rohfasern (z.B. Hemicellulose und Pektin) aus dem Futter bereits im Speicher gebunkert sind.

Körpertemperatur, Durst und Fütterung

Die Körpertemperatur eines Pferdes steigt mit der Trainingsbelastung (z.B. von 37° C auf 41.4° C während eines 2100m Trabrennens). Diese Erhitzung wird vor allem über Verdampfung, durch die Atemluft und durch Schweiß abgegeben und mit dem Schweiß auch Elektrolyte. Wenn diese Regulationsmechanismen nicht mehr funktionieren, weil der Organismus überhitzt, dann steigt die Atemfrequenz. Ein erhitztes Pferd soll immer zuerst langsam abkühlen, dies am besten bei langsamer Bewegung z. B. Grasen gehen, bevor es eine größere Menge Wasser zu sich nimmt. Das Wasser darf auf keinen Fall kalt sein, da dies rasch Koliken auslöst. Zusätzlich zeigt sich häufig das Problem, dass solche Pferde nicht oder zu wenig trinken. Sie zeigen keinen Durst.

Ausreichend Salz & Elektrolyte

Pferde brauchen Salz. Anders als bei uns Menschen, ist die bedarfsgerechte Menge für das Pferd nicht durch das Grundfutter ausreichend gewährleistet. Auch unterliegt der Bedarf starken Schwankungen. Elektrolyte-Mangel ist ein sehr verbreitetes Problem, da die meisten Besitzer der Meinung sind, ihr Pferd deckt den Bedarf über Futter und Salzstein genügend ab. Das gilt für Freizeitpferde ebenso wie für Sportpferde. Der Organismus kompensiert den Mangel über sehr lange Zeit, so werden die Folgen oft erst nach Monaten und erst schleichend ersichtlich. Das Durstempfinden wird durch Natrium ausgelöst, ein Mangel ist also problematisch. Aus diesem Grund ist es häufig notwendig, den Elektrolyte Haushalt eines Pferdes zu regulieren, damit es überhaupt trinkt. Empfehlenswert ist es daher, sich nicht darauf zu verlassen, dass das Pferd selbständig den Salzleckstein konsumiert, sondern täglich eine Basismenge an unjodiertem Salz dem Futter beizugeben – dies gilt auch für Pferde die nicht arbeiten! Um den Elektrolytehaushalt in Waage zu halten füttert man am besten einen leichten Überschuss, da das Pferd beständig über Schweiss, Urin, Harn, Atemluft und Kot Elektrolyte verliert. Pferde die vermehrt Leistung erbringen müssen ergänzend zum Salz eine Elektrolytemischung möglichst ohne Zusatz von Zucker & Co erhalten wie CALAPO SPORTLER ELEKTROLYTE. Den Elektrolyte Status analysiert man nicht, wie es ich vermuten lässt über den Schweiß, sondern über den Harn. Der Elektrolyte Haushalt ist auch wichtig für eine gesunde Nierenfunktion.

Besser durch die Hitze mit Training & der richtigen Fütterung

Man kann den Körper an die höheren Temperaturen durch langsames Training in einen entsprechenden Außentemperaturumfeld gewöhnen. Die Pferde reagieren mit weniger Erhitzung und verlieren auch weniger Flüssigkeit. Aber nicht nur durch Training, sondern auch durch entsprechende Fütterung kann der Überhitzung entgegengewirkt werden. Dies ist vor allem für Pferde wichtig, die unter heißen Bedingungen Höchstleistungen erbringen müssen.

Für Pferde, die nicht bei Hitze große Leistungseinsätze vollbringen müssen, ist es ebenso wichtig, den Salzverbrauch im Auge zu behalten. Man soll kontrollieren, wie viel Salz im Futter steckt, und ob der Leckstein überhaupt genutzt wird. Das gilt vor allem für Weidepferde und laktierende Stuten. Oft nutzen die Pferde ihre Lecksteine nicht. Hier bietet es sich an, hochwertiges Salz (reines Kochsalz oder naturbelassene Bergsalze eignen sich am besten) in kristalliner Form anzubieten. Auch alte Pferde, die im Winter gerne zu Verstopfungskoliken neigen sind mit Salz zu supplementieren.

Das heißt, wir achten im Vorfeld darauf, dass das Pferd durch entsprechende Fütterung und Training der Belastung unter hohen Temperaturen gewachsen ist. Pferde, die große Leistungen unter hohen Temperaturen absolvieren müssen (Distanzsport, Vielseitigkeit Sport, aber auch Wanderritte etc.), müssen gezielt gemanagt werden. Pferde können auch durch Transporte, Ausrüstungsgegenstände (Gamaschen, Decken etc.), Herumstehen in aufgeheizten Pferdhängern, auf schattenlosem Turniergelände oder Weiden und erregtes Herumrennen ohne Futter und Wasser überhitzen.

Aber was tun, wenn der Wasserbedarf des Pferdes nicht gedeckt wird?

Pferde reagieren oft empfindlich auf Gerüche und so kann das Wasser im neuen Stall oder am Turnier auch einmal nicht schmecken. Wer bereits weiß, dass sein Pferd eine heikle Nase hat, nimmt von zu Hause Wasser mit und mischt es langsam mit dem neuen Wasser (vorausgesetzt dieses ist hygienisch in Ordnung). Man kann überdies versuchen das Pferd mit der Beigabe von Apfelsaft bereits zu Hause und dann am neuen Ort zu überlisten. Auch Äpfel in einen Wassertrog gelegt kann das Pferd zum Trinken animieren. Wichtig ist zu beobachten, ob das Pferd nicht trinkt, weil es ihm nicht schmeckt oder weil es, weil es überhitzt und oder dehydriert ist.

Idealerweise bietet man Pferden regelmäßig Wasser an und vermeidet, dass es auf einmal große Mengen an Wasser trinkt. Stark dehydrierte Pferde sollten unbedingt von einem Tierarzt begleitet werden, der die kontrollierte Gabe von Elektrolyten und andere Maßnahmen einleitet. Im Idealfall kommt es gar nicht so weit.

Wir sehen also, dass gutes Futtermanagement dabei hilft, mit dem Pferd auch schwierige Klimasituationen gut zu überstehen. Raufutter ist und bleibt der wichtigste Aspekt in der Fütterung, auch in Hinblick auf den Wasserbedarf beim Pferd.

Habt ihr Fragen zum Thema Fütterung? Dann schreibt uns an beratung@calapo.com