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Plejada 32 Jahre

Seniorenpferd – was muss ich tun?

Viele Besitzer von Seniorenpferden wenden sich aktuell an uns und fragen, wie sie ihr altes Pferd auffüttern können und welches Futtermittel man einsetzen kann, um ihr Pferd rund und gesund durch die kalte Jahreszeit zu bringen. Von einem Senior sprechen wir oft bei Pferden bereits ab 16 Jahren. Dabei gibt es viele Pferde, die auch über 20 noch voll eingesetzt werden. Wir haben hier sicherlich auch rassespezifische Unterschiede (zB Araber und Ponys leben länger als schwere Warmblüter oder Kaltblutpferde).

Futterberatung auch für Seniorenpferde!

Ähnlich wie bei uns Menschen hinterlässt das Leben auch bei unseren Pferden seine Spuren. Wer sein Pferd aktiv hält und bei den wichtigen Grundfuttermitteln (Heu, gutes Mineralfutter) nicht gespart hat, wird dies im Alter merken. Oft beklagen Besitzer von älteren Pferde, dass diese mit dem Herbstfellwechsel abbauen und auch Schwierigkeiten haben, ihr Gewicht und auch ihre Muskelmasse zu halten. Aber ein altes Pferd auffüttern muss nicht immer eine Hexerei sein. Dazu haben wir einige Tipps zusammengetragen. Wir bieten aber wie immer jedem Pferdebesitzer eine kostenlose, umfassende Futterberatung für sein Pferd an (beratung@calapo.com).

Heuersatzkost – wie geht das?

Spielen die Zähne nicht mehr mit, so muss Heuersatzkost gefüttert werden. Hier bieten sich vor allem Heucobs an. Man rechnet 1kg Heucobs für 1kg Heu. Oft reicht das jedoch nicht, da der Kalorienbedarf höher ist. Dann solltest du unmelassierte Rübenschnitzel in deine Ration einbauen, auch Luzernecobs machen Sinn, denn sie haben ein deutlich besseres Aminosäurenprofil als die Heucobs. Wer dann immer noch nicht genug Masse aufbaut, der sollte zu Ölsaaten greifen, am besten leichtverdaulich aufbereitet wie Calapo Omega. Auch Hanfsamen, Hanföl in kleinen Mengen aber auch Haferflocken können die Breikost ergänzen. Heucobs können problemlos ad libidum (zur freien Verfügung) angeboten werden, auch wenn sie mit Luzernecobs und Rübenschnitzel vermischt sind – es sind alles Raufaser-Futtermittel. Pass nur auf, dass das Futter bei Minusgraden nicht einfriert oder bei Hitze zu kippen beginnt. Hier muss dann leider etwas Fütterungslogistik die Rationen einteilen. Alte Pferde füttern ist aufwendig und auch kostenintensiv. Sorge dafür, dass dein Senior noch immer Heu dazu knabbern kann, wenn es noch möglich ist – das ist wichtig als Beschäftigungstherapie und auch ein bisschen Faser tut deinem Pferd gut. Achte darauf, dass das Heu eher feinblättrig und weich ist. 

Altes Pferd auffüttern – Tipps:

  • Zahnkontrolle nicht vergessen! Nur wer über den Zustand der Zähne seines Seniors Bescheid weis, kann die Futterration entsprechend sinnvoll gestalten
  • HEU, HEU, HEU: Das Pferd ‘heizt’ über den Darm und dazu benötigt es Raufaser, also Heu. Am besten 2,5 -3 kg pro 100 kg LG für normalgewichtige Pferde. Der Raufaserbedarf kann mit zunehmender Kälte auch ansteigen.
  • Auch bei Pferden verlangsamt sich der Stoffwechsel, wenn sie älter werden. Das bedeutet, sie brauchen mitunter mehr Futter oder kalorisch höherwertiges Futter, als ein vergleichsweise junges Pferd. Wenn Heu also nicht als Grundlage ausreicht, um das Gewicht zu halten, ist ein Zusatzfutter entsprechend zu wählen. Gerne beraten wir hierzu individuell.
  • Decke dein Pferd ein, damit es weniger Energie zur Wärmeproduktion verbraucht
  • Ein gesunder Darm verwertet besser! Calapo Darmfit Horse, Calapo Robust Ferment und Calapo Mobil Ferment ergänzt werden.
  • Mineralisierung ist wichtig – Calapo Senior Mineral ist speziell auf die Bedürfnisse von Senioren angepasst und kann auch mit Antioxdiantien ergänzt werden.
  • Sonnenlicht, Bewegung, frische Luft und Stressvermeidung sind für alte Pferde sehr wichtig! Eine Decke kann bei einem alten Pferd nützlich sein (weniger Energieaufwand um sich warm zu halten, Muskulatur etc.)
  • Zum Erhalt und Aufbau der Muskulatur sowie auch zur ‘Produktion’ von Haaren und Hufhorn benötigt der Körper bestimmte Proteine – zB die Aminosäuren Lysin und Lecithin sowie gewisse Mikronährstoffe wie Zink und B-Vitamine in höherem Ausmaß. Diese müssen unbedingt in der Futterration ergänzt werden.