Pferde Fellwechsel 101 - was du wissen musst

Wann beginnt der Fellwechsel bei Pferden: Januar & Juni

Der Fellwechsel beim Pferd ist jahreszeitenabhängig. Der Rhythmus ist allerdings eher ungewöhnlich, denn sie beginnen im Januar bzw. im Juni mit ihrem Fellwechsel.

 

Was löst den Fellwechsel aus: Tageslicht & untergeordnet Temperatur

Sommeranfang ist am 21. Juni, der längste Tag des Jahres. Am 21. Dezember ist Winteranfang und mit ihm der kürzeste Tag des Jahres. Die Zirbeldrüse registriert, dass ab Mitte/Ende Januar die Tage länger und ab Mitte/Ende Juni die Tage kürzer werden. Diese Hormondrüse, die am Gehirn angegliedert ist, produziert das Hormon Melatonin, welches für den Biorhythmus verantwortlich ist. Sie steuert den Schlaf-Wach-Rhythmus, die Fortpflanzung und auch den Fellwechsel. Sobald die Tage kürzer werden, wird der Körper aufgefordert Winterfell zu produzieren und werden die Tage wieder länger, erhält der Körper die Information das Fell abzuwerfen.

Untergeordnet ist die Temperatur beim Fellwechsel – die Länge und Dichte des Fells ist jedoch sehr wohl davon abhängig.

Wie lange dauert der Fellwechsel: Durchschnittlich im Frühjahr länger

Der Wechsel von Winter,- auf Sommerfell dauert durchschnittlich mehrere Wochen und zieht sich um einiges länger hin, als von Sommer,- auf Winterfell. Zuerst verliert das Pferd die langen Oberhaare und dann die Unterwolle, wenn Mitte/Ende Januar die Tage wieder länger werden. Das leichte Sommerfell hingegen werfen die Pferde zügiger ab und schaffen Raum für das Wachstum des dichten Winterfells. Begünstigt ist auch die Sommersaison, da hier die Pferde häufig in den Genuss von vitalstoffreichem Grünfutter kommen. Doch nicht jedes Pferd darf oder kann ausreichend lange auf die Weide. Diese Pferde müssen bereits frühzeitig unterstützt werden.

 

Weshalb ist der Fellwechsel ein Kraftakt: Hohe Belastung für Immunsystem & Kreislauf

Temperaturen werden von Jahr zu Jahr unzuverlässiger und beispielsweise warmes Klima im Herbst stört die klassische Thermoregulation der Tiere. Schwankende Temperaturen und halbjährlich wechselnde Fellproduktion fordern kontinuierliche Regulierungsarbeit. Diese setzt den Kreislauf und das Immunsystem unter enormen Druck; ein wahrer Kraftakt!

 

Weshalb beim Fellwechsel Vitalstoffversorgung anpassen: Vermeidet Gewichtsreduktion!

Pferde im Fellwechsel können dazu neigen, an Gewicht zu verlieren, da sie sehr viel Energie dafür aufwenden müssen. Wer Heu ad Libidum füttert weiß, das genau dann Pferde oft Heu fressen wie Staubsauger. Dem müssen wir Besitzer vorgreifen und die Futterrationen entsprechend anpassen. Besonders wichtig ist dies bei Pferde, die kein Grünfutter zur Verfügung haben. Z.B. die wichtigen Omega 3 Fettsäuren aber auch viele andere Mikornährstoffe stehen nicht ausreichend  zu Verfügung, wenn wir diese nicht ergänzen. Dies kann zB über Leinsamen oder Hanfnüsse gewährleistet werden.

Zusatzstoffe ja, aber welche und wann: Vielfältig & spätestens ab Ende der Weidesaison bzw Juni/Dezember

 

Unabdingbar ist ganzjährig ein qualitativ hochwertiges Mineralfutter wie beispielsweise das CALAPO Basismineral zu füttern. Dann brauchen Sie zum Fellwechsel, wegen zB des Mehrbedarfs an Zink oder bei höherer körperlicher Belastung für aktive Pferde oder Senioren,kurweise nur auf das CALAPO Aufbaumineral umsteigen. Im Detail: Um die Hochleistung des Fellwechsels gut meistern zu können, sollten dem Sport,- und genauso dem Freizeitpartner aber auf jeden Fall Zink, B-Vitamine, Aminosäuren (vor allem L-Lysin, Methionin, Biotin) Kupfer, Mangan, Magnesium, Selen, Folsäure, Aminosäuren, Ballaststoffe, Selen, Omega-3-Fettsäuren und Biotin zu gefüttert werden. Besonders wichtig ist aber die zusätzliche Fütterung von Zink. Das wird gebraucht um Keratin, den Hauptbestandteil des Haares, zu bilden. Hier empfehlen wir das CALAPO Aufbaumineral mit dem hohen Zinkanteil von 12000mg/kg - speziell für Pferde, die rein mit Heu versorgt werden oder aufgrund von Training, rekonvaleszenz oder Alter einen erhöhten Bedarf haben. Auch die Gruppe der B-Vitamine ist für den Haarwachstum wichtig. Viele Pferde können B-Vitamine nicht ausreichend selbst in ihrem Darm ausbilden, zB wenn die Darmflora gestört ist. Darum empfiehlt es sich unbedingt auch den Darm gerade im Fellwechsel mit der Darmfplege CALAPO HORSE DARMFIT oder CALAPO ROBUST FERMENT zusätzlich zu unterstützen.

 

Infekte, Mauke und Kotwasser sind im Fellwechsel häufige Begleiter. Mangelnde Nährstoffe verhindern oft den zeitnahen Prozess und stören das Immunsystem. Der Fellwechsel fordert das Pferd in einer Dimension, das das Immunsystem geradezu ausgepowert.  Pferde die zur Zeit des Fellwechsel ab Juni kein Grünfutter zur Verfügung haben, müssen gezielt versorgt werden, am besten bevor es mit dem Fellwechsel richtig los geht. Das CALAPO Horse Robust Ferment erfüllt mit seiner vielfältigen Mischung aus 56 Kräutern den Bedarf und in Kombination mit Calapo Aufbau Mineral sinnvoll unterstützen. Ältere Semester profitieren auch von einem saaten- und nährstoffreichen Mash wie unser selbstgemischtes CALAPO QUALITY MASH.

 

Welche rein natürlichen Futtermittel helfen meinem Pferd durchd en Fellwechsel?

 

  • Leinsamen: als ganzes Saatkorn oder mikronisiert gefüttert - er ist ein Superfood für Pferde, denn er liefert Omega 3 Fettsäuren, Ballaststoffe, Aminosäuren (darunter auch die essentiellen wie Lysin, Methionin und Threonin) und haben einen hohen Mangan, Magnesium und Vitamin B1 Gehalt. Wichtig ist, dass er roh gefüttert werden muss, wenn man auf diese Nährstoffe nicht verzichten möchte
  • Hanfnüsse: enthalten 20 Aminosäuren, darunter auch die 3 essentiellen, die das Pferd nicht selbst herstellen kann: Außerdem Magnesium, Beta Carotin und B-Vitamine
  • Hagebutte: Speziell reich an Vitamin C sowie B-Vitamine, wachsen im jetzt im Garten und Wegesrand
  • Kieselgur: Kieselgur ist eine pulvrige Substanz, die vorwiegend aus Schalen von Kieselalgen bestehen. Diese wiederum bestehen zum größten Teil aus amorpher Kieselsäure (SiO2), und liefern dem Körper Silicium. Silicium ist ein wesentlicher Baustein für Horn, Knochen und Haut. Hafer, aber auch gewisse Gräsersorten (Kammgras) und Kräuter (Ackerschachtelhalm, Brennnessel) liefern Silicium und auch Gemüse (zB Mangold) - wir nutzen diese Pflanzen darum auch in unseren Fermenten. Pferde profitieren in den Übergangszeiten von der Futterergänzung mit Silicium, insbesondere wenn es bereits Probleme mit Haut & Horn gibt. Man schreibt Kieselgur auch eine entgiftende Wirkung im Darm zu.
  • Hafer: wenn dein Pferd aufgrund des Energiebedarfs mit Heu alleine nicht zurecht kommt, ist Hafer eine empfehlenswerte Option, gerade auch im Fellwechsel, denn er enthält wertvolle Inhaltstoffe wie Betaglucan (ein Ballaststoff), Vitamin B1, B2, B5, B6, Haferöl, Biotin, Folat, Zink, Kupfer, Mangan und Phosphor sowie Schleimstoffe.
  • Äste und Laub von für Pferde geeigneten Gehölzen wie Birke, Apfel, Hasel oder Kirsch- und Zwetschke liefern wichtige Bitterstoffe, sie gehören generell in jede Futetrration (sofern das Pferd gesunde Zähne hat), besonders wenn sie auf der Koppel nicht wachsen.

 

Bürsten – scheuern – schruppen

Auf Sauberkeit im Offenstall und in der Box ist hier besonders zu achten, um die Abwehrkräfte nicht zusätzlich zu fordern. Das lose Fell juckt und somit wälzen sich Pferde häufiger als sonst. Hierbei sollten ihre Wälzplätze täglich von den abgeworfenen Haaren gesäubert werden. Metall,- Kunststoff,- und Gummibürsten sind in dieser Zeit besonders willkommen und ausgiebige Striegel-Zeiten erleichtern Euren Pferden den halbjährlichen Kraftakt. Die Durchblutung der Haut wird angeregt, was ebenfalls zu einem gesunden Hautbild & Fell beiträgt. Auch Haut und Fellpflege mit  CALAPO SILKY MANE oder CALAPO SKIN LOTION und  SKIN OIL unterstützt die Hautgesundheit durch Aufbau eines natürlichen Säureschutzmantels und versorgt die Haut mit wichtigen Nährstoffen und pflegt auch bei trockener, schuppiger Haut. CALAPO SILKY MANE ist auch sehr gut geeignet um die gefürchteten Scheuerstellen von Schabracken- und Satteldeckenränder zu vermeiden.