Salz: lebenswichtiges Elektrolyt für Pferde

Elektrolyte: Warum Salz zufüttern wichtig ist

 

Pferde brauchen Salz. Anders als bei uns Menschen, ist die bedarfsgerechte Menge für das Pferd nicht durch das Grundfutter ausreichend gewährleistet. Auch unterliegt der Bedarf starken Schwankungen. Elektrolyte-Mangel ist ein sehr verbreitetes Problem, da die meisten Besitzer der Meinung sind, ihr Pferd deckt den Bedarf über Futter und Salzstein genügend ab. Das gilt für Freizeitpferde ebenso wie für Sportpferde. Der Organismus kompensiert den Mangel über sehr lange Zeit, so werden die Folgen oft erst nach Monaten und erst schleichend ersichtlich.

Die echten Elektrolyte sind Kalium, Natrium und Chlorid. Diese werden durch Magnesium und Calcium ergänzt. Während Kalium ausreichend über Raufutter abgedeckt wird, ist vor allem Natrium unzureichend im Grundfutter enthalten, sowohl Gras und Heu enthalten wenig Natrium. Darum ist die Grundversorgung über Salz (Natriumchlorid) wichtig. 

Wenn ein Pferd schwitzt verliert es lebenswichtige Elektrolyte. Der Körper kann Elektrolyte nicht selbst herstellen und benötigt diese für alle wichtigen Funktionen, wie z.B. Durstempfinden, Flüssigkeitsaufnahme und Speicherung, Verdauungsfunktionen, Nerven und Muskulatur. Die Nieren sind für die Elektrolyteregulation verantwortlich. Wenn man sich vorstellt, dass das Pferd zu 60% aus Wasser besteht, dann sind das bei einem 500kg Pferd 300kg - dies veranschaulicht warum Elektrolyte als Flüssigkeits-Regulatoren wichtig sind.

Der Bedarf steigt mit dem Schweißaufkommen, aber auch an kühlen Tagen benötigen Pferde Salz. Wer genau sein will, füttert gezielt täglich zu. 

 

Salz richtig füttern: am besten täglich

 

Wichtig ist es, das Salz dauerhaft zuzufüttern und nicht nur punktuell, da der Mangel nicht rasch ausgeglichen werden kann. Im Darm legt das Pferd einen Elektrolyte Speicher an, der jedoch regelmäßig befüllt werden muss. Das gezielte vermehrte Zufüttern zB kurz vor oder während eines anstrengenden Wettbewerbes in heißem Wetter ist nicht sinnvoll. Im Gegenteil, hohe Mengen an Salz reizen die Magenschleimhaut. Zur kurzfristigen gesteigerten Supplementierung während eines Wettbewerbes gibt es spezielle Veterinärprodukte in Pastenform. Das Pferd wird idealerweise ganzjährig mit Salz versorgt, es muss jedoch mindestens 14 Tage vor einem Einsatz in außergewöhnlichen Temperaturen mit der Salzufütterung begonnen werden.  Die Menge an Salz variiert mit steigendem Schweißverlust. Da der Schweiß zum Kühlungssystem des Pferdes gehört, kann ein Pferd an einem anstrengend Tag bei heißem Wetter zwischen 7l und 15l Schweiß pro Stunde abgeben.

 

Wie bestimme ich die richtige Menge?

 

Diese kann lediglich über die Berechnung der Gesamtration genau festgelegt werden. Eine leichte Überversorgung ist wenig problematisch, starke Überfütterung jedoch ebenso schädlich wie eine Unterversorgung. Exzessive Salzaufnahme führt zu hoher Flüssigkeitsaufnahme, reizt die Magenschleimhäute und kann Durchfall verursachen. Die Regel ist jedoch die Unterversorgung mit Elektrolyten.

 

Wir empfehlen für CALAPO Quellsalz natürliche Elektrolyte:

Leichte Arbeit: 1g/100kg KG

Mittlere Arbeit : 5g/100kg KG

Schwere Arbeit: 10g/100kg KG

 

 

Folgen von Salz/Elektrolyte Mangel:

 

  • Antriebslosigkeit
  • Schlechte Regenerationsfähigkeit
  • Muskelkrämpfe, Kreuzverschlag und andere muskuläre Probleme
  • Gestörte Flüssigkeitsaufnahme (Pferd trinkt nicht)
  • Stumpfes Fell, hohle Augen
  • Kolik in Folge von zu geringer Flüssigkeitsaufnahme
  • Risiko von Frakturen steigt
  • Zwerchfellflattern (Schluckauf) als Folge von Flüssigkeitsmangel

Warum der Leckstein nicht reicht

 

Die Bedarfsmenge eines 500kg Pferdes an einem kühlen Tag liegt bei 10g Natrium und 40g Chlorid (NRC 2007). Man rechnet 25g Kochsalz für ein 500kg Pferd pro Tag bei normalem Wetter. Bei starker Schweißbildung kann der Bedarf auf ein Vielfaches ansteigen.

Lecksteine garantieren nicht die ausreichende Aufnahme:

  • Pferde versorgen sich nicht ausreichend von selbst über den Leckstein, wie aktuelle Studien belegen. Sie werden oft unzureichend angenommen (Geschmack etc). Auch kann es passieren, dass exzessiv geleckt wird (Mangel, Langeweile etc.)
  • Gerade natürliche Lecksteine sind häufig analytisch mangelhaft
  • Wer also auf Nummer sicher gehen will, füttert am besten gezielt loses Salz in geprüfter Qualität zu (zB. CALAPO bezieht ausschließlich Quellsalz mit Laboranalyse). 

Muss ich ein spezielles Elektrolyte-Produkt füttern?

 

Salz enthält mit Natriumchlorid die wichtigsten Elektrolyte. Bekommt das Pferd ausreichend Raufutter und hochwertiges Mineralfutter ist auch der Grundbedarf an Kalium gedeckt.

Kommerzielle Elektrolyte Produkte sind mit Vorsicht einzusetzen, da ihr Hauptbestandteil nicht Salz, sondern Dextrose (Zucker) ist und sie für den Einsatz bei Pferden im Genesungsprozess nach Krankheit gedacht sind. Hier immer das Etikett genau lesen und nur Produkte einsetzen, die Natriumchlorid als Hauptkomponente (an erster Stelle in der Liste) anführen.

Dies macht für Pferde Sinn, die schwere Arbeit leisten (Hochleistungssport), dann sollten das Elektrolyte Produkt jedoch ebenfalls dauerhaft mit Salz abgestimmt auf die Gesamtration versorgt werden.

 

CALAPO BIOTIC PRODUCTS

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