Mash - Sinn oder Unsinn?

Viele Pferdebesitzer füttern gerne Mash, vorzugsweise im Winter. Die Hauptmotivation dazu heutzutage ist einerseits das Bedürfnis seinem Pferd einen Leckerbissen zuzubereiten gerne. Oft wird dies  mit dem Argument begleitet, dass die Pferde sich über eine warme Mahlzeit freuen würden. Doch was ist nun wirklich dran, am Mash?

 

Warum und wann wurde es gefüttert?

Ein Mash ist eigentlich traditionell ein Dätfuttermittel. Es wurde in speziellen Situationen, zB nach schweren Koliken, vor und nach dem Abfohlen, langen Transporten, Hochleistungseinsatz (zB ein Tag im Jagdfeld, Rennen etc.), alten Pferde und Pferden mit Zahnproblemen vom Futtermeister frisch zubereitet.

 

Für diese Einsatzgebiete hat es auch heute durchaus noch seine Berechtigung.

Doch es gibt auch noch weitere  nützliche Einsatzmöglichkeiten:

- Gabe von wenig beliebten Futterzusätzen und Medikamenten

- Flüssigkeits- und Elektrolyteträger im Sporteinsatz

- Pferde mit empfindlichem Magen

 

- Belohnung.

 

 

 

Was ist eigentlich ein Mash?

 

Ein traditionelles Mash, beinhaltet folgende Komponenten:

- 1/3 Weizenkleie

- 1/3 Leinsamen

- 1/3 Quetschhafer

- Salz

- Heißes Wasser

 

Wichtig ist, dass das Mash aus hochwertigen Einzelfutterkomponenten zusammengesetzt ist, die auch ihre ursprüngliche Aufgabe als Spezialfuttermittel erfüllen.

 

- Leicht verdaulich

- Magenschonend

- Ballaststoffreich

- gut mit Flüssigkeit anreicherbar

- ohne Zucker und Zusatzstoffe, damit zB Elektrolyte und andere Zusatzmittel beigemischt werden können.

 

Wir wollen uns kurz die jeweiligen ernährungsphysiologsichen Eigenschaften der traditionellen Mash-Ingedienzien ansehen:

 

Weizenkleie:

Wichtig ist es die vom Weizenmehlstaub befreite sog. Bäckerkleie zu verwenden. Sie ist sehr nährstoffreich, stärkearm und hat einen hohen Rohfaseranteil dazu ist sie äußerst reich an Vitaminen & Mineralstoffen, zB Vitamin E, B1,2,3,6 und Phosphor sowie an Ballaststoffen. Der hohe Phosphorgehalt ist dann problematisch, wenn die Kleie in sehr großen Mengen (über 1kg für 600kg Pferd am Tag) und dauerhaft gefüttert wird. Wichtig ist, die Ca:P von 1,5:1 bis max. 3:1 zu wahren.

 

Leinsamen: wird beim Mash vor allem wegen des Schleimes eingesetzt, der sich beim Quellprozess bildet, aber er enthält auch Balalststoffe und Aminosäuren. Omega 3 Fettsäuren werden im Quellprozess mizt Heißwasser zerstört.

 

Hafer: enthält Hafer eine Reihe von wichtigen Inhaltstoffen wie B-Vitamine, Schleimstoffe, Zink, Magnesium, Silicium, Beta Glucane (Ballaststoffe), Folsäure, Eisen, Vit K, Phosphor, Kalium - LYSIN (wichtig fürs Immunsystem, Aminosäure), Haferöl. Hafer hat schon in geringen Mengen (100g) eine positive ernährungsphysiologische Wirkung. Für das Mash nimmt man ihn am besten frisch gequetscht, da er so besser ausschleimen kann.

 

Salz: Mash enthält traditionell Salz, man gibt der Portion eine Prise bei und verwendet am besten ein naturreines Bergsalz dazu oder auch uniodiertes Speisesalz. Wer Elektrolyte beimengen möchte, wsoll sich hier vorab genau von seinem Tierarzt instruieren lassen, da es eine vielzahl an fertigen Mischungen am Markt gibt.

 

Mash – nicht nur im Winter

Gerade in der heißen Jahreszeit kann es von Vorteil sein, wenn Pferde nach einem langen Transport oder auf einem Turnier in Pausen neben Wasser ein sehr flüssiges Mash verabreicht bekommen, da so zusätzlich Flüssigkeit und nach Bedarf eben auch Elektrolyte zugeführt werden können. Für Pferde mit empfindlichem Mangen hat es sich bewährt ein paar  Hände voll Mash (wichtig hier gut ausgeschleimter Hafer und Leinsamen) vor der Arbeit zu füttern oder auch vor einem Transport. Auch wer eine heikle Nase im Stall stehen hat, kann mit einem Schmackhaften Mash Medikamente oder notwendige Zusätze besser verfüttern. Zum Wärmen ist ein Mash weniger geeignet, die Heizung des Pferdes sitzt nämlich im Darm und wird am besten mit sehr viel Heu gefüttert!

 

Am besten selber machen!

Ein hochwertiges Mash kann jeder Pferdebesitzer ganz einfach selbst erstellen und dieses eventuell mit Kräutermischungen, Hagebutten und ähnlichem nach Belieben ergänzen. Wer komplett auf Getreide verzichten möchte, kann auch entmelassierte Rübenschnitze und Saatenmischungen verwenden. Bei Fertigmischungen immer genau lesen wovon wieviel hinzugefügt ist, der Preis bestimmt sich wie immer über die Qualität der Ingredienzien.

 

Warum gibt es Calapo Quality Mash? Das Calapo Quality Mash mischen wir auf Kundenwunsch für jene, die keine Zeit (oder Lust) haben dies selbst zu tun. Wir verwenden ausschließlich hochwertige Einzelkomponenten aus unserer lokalen Mühle und jeder Sack wird auf Bestellung frisch abgefüllt. 

 

Was ist bei der Fütterung von Mash zu beachten:

 

Wichtig ist es, dass das Mash NICHT wie oft  empfohlen nur 2 Mal pro Woche gefüttert wird. Der Pferdedarm muss sich langsam an neue Futtermittel gewöhnen und wer etwa sein Mash über die Wintermonate oder auch ganzjährig füttern möchte, sollte dies am besten täglich, aber mindestens 4x pro Woche tun. Von der Menge lässt sich viel über die Wasserbeigabe steuern, oft reichen 100-200g Mash mit 400-1000ml heißem Wasser  für die beliebte Belohnungsration. Das Wasser muss nicht kochen, heiß aus dem Hahn genügt normalerweise. Wer Saaten zusätzlich ergänzt,, sollte diese erst nach dem Abkühlen hinzumischen, um die wertvollen Omega-3 Fettsäuren darin zu erhalten. 

 

Hier seht ihr, wie Grand Prix Reiterin Luise Wessely Trupp ihren Sportpferden Mash füttert: 

 

 

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